Früher war es in Algerien üblich, dass Frauen zu Hause blieben, doch seit Beginn dieses Jahrhunderts sind in der algerischen Gesellschaft zunehmend Frauen in Führungspositionen zu finden. Viele von ihnen haben sich für den Weg in die Selbstständigkeit entschieden, was darauf hindeutet, dass das Land tiefgreifende soziale und kulturelle Veränderungen durchläuft. Noch vor wenigen Jahren war es in einer von Männern dominierten und konservativen Gesellschaft undenkbar, Frauen als Unternehmerinnen zu betrachten. Trotz der wirtschaftlichen Erholung leidet Algerien unter einer hohen Arbeitslosenquote, auch unter Akademikern. Dies veranlasste den Staat, eine Politik zur Förderung der Jugendbeschäftigung zu verfolgen, indem er jungen Menschen verschiedene Erleichterungen gewährte und ihnen Darlehen zur Gründung eigener Unternehmen zur Verfügung stellte. Diese Faktoren haben weibliche Hochschulabsolventinnen ermutigt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Das derzeitige Umfeld in Algerien fördert zwar den Zugang von Mädchen zu Bildung und Ausbildung, doch das soziokulturelle Umfeld bleibt ein schwer zu überwindendes Hindernis. Diese Studie beleuchtet die psychologischen Merkmale von Unternehmerinnen und ihre soziokulturellen Einschränkungen.
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