Hämophilie ist eine Gruppe erblicher, angeborener und lebenslanger Blutkrankheiten. Kinder mit Hämophilie sind besonders anfällig für eine hohe Anzahl von Verletzungen des Bewegungsapparats. Diese Verletzungen betreffen vorwiegend die unteren Extremitäten und beeinträchtigen die Körperhaltung. Ziel dieser Studie war es, Abweichungen in der Rückengeometrie bei Kindern mit Hämophilie im Vergleich zu gesunden Kindern festzustellen. An dieser Studie nahmen 100 Jungen teil: 60 Kinder mit Hämophilie mit einem Durchschnittsalter von 11,183 ± 0,89 Jahren und 40 gesunde Kinder mit einem Durchschnittsalter von 11,35 ± 1,027 Jahren. Die beiden Gruppen wurden mit einem Formatic-Messsystem untersucht. Die Daten der beiden Gruppen wurden mittels Mann-Whitney-U-Test verglichen. Im Vergleich zu den gesunden Kindern wiesen die Kinder mit Hämophilie signifikante Unterschiede bei den Parametern des Frontalprofils auf, mit Ausnahme der Rumpflänge und des Grübchenabstands. Die Parameter der Sagittalansicht waren hingegen nicht signifikant, mit Ausnahme der Rumpfneigung und des Inflexionspunkts. Schlussfolgerung: Im Vergleich zu gesunden Kindern bestanden in der Frontalansicht Rückenanomalien in Form einer Skoliose. Diese Ergebnisse könnten auf Muskelschwäche, Gelenkveränderungen, eine veränderte Propriozeption und Schmerzen zurückzuführen sein.
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