Vehmgerichte und Hexenprozesse in Deutschland

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Bol In "Vehmgerichte und Hexenprozesse in Deutschland" untersucht Oskar Wächter zwei düstere Erscheinungsformen vormoderner Rechtspflege: die westfälischen Femgerichte und die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen. Das Buch verbindet rechtsgeschichtliche Darstellung mit kulturhistorischer Analyse und zeichnet nach, wie geheime Gerichtsbarkeit, religiöse Angst, obrigkeitliche Macht und volkstümliche Vorstellungen ineinandergriffen. Sein Stil ist gelehrt, quellenbewusst und argumentativ; im Kontext der historischen Rechtswissenschaft des 19. Jahrhunderts sucht Wächter weniger Sensation als Erklärung für institutionelle und geistige Fehlentwicklungen. Oskar Wächter, als juristisch gebildeter Autor und Kenner deutscher Rechtsaltertümer, nähert sich seinem Gegenstand mit dem Interesse an Ursprung, Verfahren und gesellschaftlicher Wirkung von Gerichtsinstitutionen. Seine Beschäftigung mit Vehme und Hexenprozess dürfte aus dem Bedürfnis erwachsen sein, die Entwicklung des Rechtsstaats durch den Blick auf seine Gegenbilder verständlich zu machen: Geheimverfahren, Folter, Denunziation und richterliche Willkür erscheinen bei ihm als historische Warnzeichen. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die deutsche Rechts-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte in ihrer dramatischen Zuspitzung verstehen möchten. Es bietet keine bloße Chronik des Grauens, sondern eine reflektierte Studie über Recht, Macht und Aberglauben. Gerade deshalb bleibt es für historisch Interessierte und wissenschaftlich Arbeitende anregend.

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In "Vehmgerichte und Hexenprozesse in Deutschland" untersucht Oskar Wächter zwei düstere Erscheinungsformen vormoderner Rechtspflege: die westfälischen Femgerichte und die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen. Das Buch verbindet rechtsgeschichtliche Darstellung mit kulturhistorischer Analyse und zeichnet nach, wie geheime Gerichtsbarkeit, religiöse Angst, obrigkeitliche Macht und volkstümliche Vorstellungen ineinandergriffen. Sein Stil ist gelehrt, quellenbewusst und argumentativ; im Kontext der historischen Rechtswissenschaft des 19. Jahrhunderts sucht Wächter weniger Sensation als Erklärung für institutionelle und geistige Fehlentwicklungen. Oskar Wächter, als juristisch gebildeter Autor und Kenner deutscher Rechtsaltertümer, nähert sich seinem Gegenstand mit dem Interesse an Ursprung, Verfahren und gesellschaftlicher Wirkung von Gerichtsinstitutionen. Seine Beschäftigung mit Vehme und Hexenprozess dürfte aus dem Bedürfnis erwachsen sein, die Entwicklung des Rechtsstaats durch den Blick auf seine Gegenbilder verständlich zu machen: Geheimverfahren, Folter, Denunziation und richterliche Willkür erscheinen bei ihm als historische Warnzeichen. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die deutsche Rechts-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte in ihrer dramatischen Zuspitzung verstehen möchten. Es bietet keine bloße Chronik des Grauens, sondern eine reflektierte Studie über Recht, Macht und Aberglauben. Gerade deshalb bleibt es für historisch Interessierte und wissenschaftlich Arbeitende anregend.


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  • 9788027360796
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