Velleda
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Beschrijving
Bol
Christiane Benedikte Nauberts "Velleda" verbindet historische Erzählkunst mit empfindsamer Charakterzeichnung und frühromantischem Interesse an Vorzeit, Mythos und nationaler Erinnerung. Im Mittelpunkt steht die germanische Seherin, deren Gestalt zwischen politischer Autorität, religiöser Vision und persönlicher Entsagung vermittelt. Naubert nutzt den antiken Stoff nicht als bloße Staffage, sondern als Reflexionsraum für Macht, Freiheit, Geschlecht und die moralischen Kosten geschichtlichen Handelns; ihr Stil bleibt dabei erzählerisch klar, gelehrt fundiert und von dramatischer Spannung getragen. Naubert, 1752 in Leipzig geboren, gehört zu den bedeutenden Wegbereiterinnen des deutschsprachigen historischen Romans. Lange anonym publizierend, entwickelte sie eine Poetik, die quellenbewusstes Erzählen, erfundene Nebenfiguren und große historische Umbrüche kunstvoll verschränkt. Ihr Interesse an weiblichen Handlungsspielräumen, an verdrängten Stimmen der Geschichte und an der Verbindung von Aufklärung und Imagination dürfte die Gestaltung der Velleda-Figur entscheidend geprägt haben. "Velleda" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur jenseits kanonischer Namen entdecken möchten. Das Buch eröffnet einen faszinierenden Blick auf die Entstehung des historischen Romans vor Walter Scott und zeigt, wie souverän Naubert Geschichte, Legende und psychologische Deutung zu einer anspruchsvollen, noch heute lesenswerten Prosaform verbindet.
Christiane Benedikte Nauberts "Velleda" verbindet historische Erzählkunst mit empfindsamer Charakterzeichnung und frühromantischem Interesse an Vorzeit, Mythos und nationaler Erinnerung. Im Mittelpunkt steht die germanische Seherin, deren Gestalt zwischen politischer Autorität, religiöser Vision und persönlicher Entsagung vermittelt. Naubert nutzt den antiken Stoff nicht als bloße Staffage, sondern als Reflexionsraum für Macht, Freiheit, Geschlecht und die moralischen Kosten geschichtlichen Handelns; ihr Stil bleibt dabei erzählerisch klar, gelehrt fundiert und von dramatischer Spannung getragen. Naubert, 1752 in Leipzig geboren, gehört zu den bedeutenden Wegbereiterinnen des deutschsprachigen historischen Romans. Lange anonym publizierend, entwickelte sie eine Poetik, die quellenbewusstes Erzählen, erfundene Nebenfiguren und große historische Umbrüche kunstvoll verschränkt. Ihr Interesse an weiblichen Handlungsspielräumen, an verdrängten Stimmen der Geschichte und an der Verbindung von Aufklärung und Imagination dürfte die Gestaltung der Velleda-Figur entscheidend geprägt haben. "Velleda" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur jenseits kanonischer Namen entdecken möchten. Das Buch eröffnet einen faszinierenden Blick auf die Entstehung des historischen Romans vor Walter Scott und zeigt, wie souverän Naubert Geschichte, Legende und psychologische Deutung zu einer anspruchsvollen, noch heute lesenswerten Prosaform verbindet.