Verrätselt, verdunkelt, verklärt: Theoretische Aspekte der deutschsprachigen Rezeption Baudelaires, Rimbauds und Mallarmés (1857 1956): 12

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Bol In 100 Jahren der Rezeption Baudelaires, Rimbauds und Mallarmés hat sich in Deutschland ein antimodernes Bild der Modernität gefestigt. In einer kritisch-hermeneutischen Perspektive zeichnet die Studie eine Verschiebung durch einen Kulturbegriff nach, der von Stefan George bis Hugo Friedrich eine weltanschauliche Vereinnahmung begünstigte. Baudelaire, Rimbaud und Mallarmé sind zu Eigennamen der Modernität geworden. Zugleich wurden sie im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zum Gegenstand von Deutungen, die widersprüchlicher kaum sein könnten. Die Studie zeichnet nach, wie sich in 100 Jahren der Rezeption im deutschsprachigen Raum das Bild einer paradoxen antimodernen Modernität gefestigt hat. Wie die Revolution der Dichtung, die in der Reflexion der Kunst und ihres Bezugs zur Geschichte wurzelte, eine Verschiebung durch Prämissen eines deutschen Kulturbegriffs erfuhr, der ebenso weltanschauliche Vereinnahmungen wie kulturkritisch-konservative Bezugnahmen begünstigte. In einer kritisch-hermeneutischen Perspektive werden die wesentlichen Etappen dieses Kulturtransfers einer Revision unterzogen. Auf den ersten Blick so verschiedene Gestalten wie Stefan George und Hugo Friedrich werden als Teil einer größeren Kontinuität begreiflich. Was tritt heute unter den Schichten dieser Aneignung zutage?

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In 100 Jahren der Rezeption Baudelaires, Rimbauds und Mallarmés hat sich in Deutschland ein antimodernes Bild der Modernität gefestigt. In einer kritisch-hermeneutischen Perspektive zeichnet die Studie eine Verschiebung durch einen Kulturbegriff nach, der von Stefan George bis Hugo Friedrich eine weltanschauliche Vereinnahmung begünstigte. Baudelaire, Rimbaud und Mallarmé sind zu Eigennamen der Modernität geworden. Zugleich wurden sie im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zum Gegenstand von Deutungen, die widersprüchlicher kaum sein könnten. Die Studie zeichnet nach, wie sich in 100 Jahren der Rezeption im deutschsprachigen Raum das Bild einer paradoxen antimodernen Modernität gefestigt hat. Wie die Revolution der Dichtung, die in der Reflexion der Kunst und ihres Bezugs zur Geschichte wurzelte, eine Verschiebung durch Prämissen eines deutschen Kulturbegriffs erfuhr, der ebenso weltanschauliche Vereinnahmungen wie kulturkritisch-konservative Bezugnahmen begünstigte. In einer kritisch-hermeneutischen Perspektive werden die wesentlichen Etappen dieses Kulturtransfers einer Revision unterzogen. Auf den ersten Blick so verschiedene Gestalten wie Stefan George und Hugo Friedrich werden als Teil einer größeren Kontinuität begreiflich. Was tritt heute unter den Schichten dieser Aneignung zutage?


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