Vertheidigung des Herrn Wieland gegen die Wolken, von dem Verfasser der Wolken

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Bol Diese kleine, glänzend polemische Schrift inszeniert eine paradoxe Apologie: Der Verfasser der Wolken tritt als Verteidiger Christoph Martin Wielands auf und prüft damit zugleich die Bedingungen literarischer Kritik. Zwischen Satire, Selbstwiderruf und rhetorischem Experiment entfaltet Lenz einen beweglichen Stil, der ironische Pointen, gelehrte Anspielungen und empfindsame Dringlichkeit verbindet. Im Kontext des Sturm und Drang erscheint der Text als Kommentar zur Autorität der Aufklärung, zur Streitkultur und zum Verhältnis von Genie und öffentlichem Urteil. Jakob Michael Reinhold Lenz, 1751 in Livland geboren und in Königsberg theologisch sowie philosophisch geschult, gehörte zu den eigenwilligsten Stimmen des Sturm und Drang. Seine Nähe zu Goethe, seine Straßburger Erfahrungen und seine intensive Auseinandersetzung mit Shakespeare, Lessing und der zeitgenössischen Publizistik schärften seinen Sinn für dramatische Konflikte und soziale Maskenspiele. Gerade Wielands prominente Stellung musste ihn reizen, Bewunderung und Widerspruch in eine kunstvolle Verteidigungsrede zu verwandeln. Empfohlen sei dieses Werk Leserinnen und Lesern, die literarische Fehden nicht als Nebensache, sondern als Labor ästhetischer Selbstverständigung begreifen. Es zeigt Lenz nicht nur als Dramatiker, sondern als wachen Theoretiker der Öffentlichkeit. Wer die Energie des Sturm und Drang, die Ambivalenz der Aufklärungskritik und die Kunst ironischer Argumentation verstehen möchte, findet hier ein schmales, aber erstaunlich ergiebiges Dokument.

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Diese kleine, glänzend polemische Schrift inszeniert eine paradoxe Apologie: Der Verfasser der Wolken tritt als Verteidiger Christoph Martin Wielands auf und prüft damit zugleich die Bedingungen literarischer Kritik. Zwischen Satire, Selbstwiderruf und rhetorischem Experiment entfaltet Lenz einen beweglichen Stil, der ironische Pointen, gelehrte Anspielungen und empfindsame Dringlichkeit verbindet. Im Kontext des Sturm und Drang erscheint der Text als Kommentar zur Autorität der Aufklärung, zur Streitkultur und zum Verhältnis von Genie und öffentlichem Urteil. Jakob Michael Reinhold Lenz, 1751 in Livland geboren und in Königsberg theologisch sowie philosophisch geschult, gehörte zu den eigenwilligsten Stimmen des Sturm und Drang. Seine Nähe zu Goethe, seine Straßburger Erfahrungen und seine intensive Auseinandersetzung mit Shakespeare, Lessing und der zeitgenössischen Publizistik schärften seinen Sinn für dramatische Konflikte und soziale Maskenspiele. Gerade Wielands prominente Stellung musste ihn reizen, Bewunderung und Widerspruch in eine kunstvolle Verteidigungsrede zu verwandeln. Empfohlen sei dieses Werk Leserinnen und Lesern, die literarische Fehden nicht als Nebensache, sondern als Labor ästhetischer Selbstverständigung begreifen. Es zeigt Lenz nicht nur als Dramatiker, sondern als wachen Theoretiker der Öffentlichkeit. Wer die Energie des Sturm und Drang, die Ambivalenz der Aufklärungskritik und die Kunst ironischer Argumentation verstehen möchte, findet hier ein schmales, aber erstaunlich ergiebiges Dokument.


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  • 9788028353513
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