Schon in frühen Stadien kann Demenz zu motorischen Einschränkungen führen und die Fähigkeit beeinträchtigen, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Es wird angenommen, dass fehlergesteuerte Lernprozesse für die visuomotorische Anpassung von zentraler Bedeutung sind. Forschungsergebnisse zeigen, dass eine verstärkte Fehlerrückmeldung die Anpassung bei Teilnehmern mit neurologischen Beeinträchtigungen verbessern kann. Einige Literaturquellen zu Demenz und motorischem Lernen deuten darauf hin, dass Demenzpatienten dazu neigen, sich bei der Bewegungssteuerung stärker auf sensorisches Feedback zu verlassen. Diese Studie untersuchte die Verstärkung des Fehlerfeedbacks bei älteren Kontrollpersonen und kognitiv beeinträchtigten älteren Menschen. Eine "Center-out"-Aufgabe zur visuomotorischen Anpassung bewertete das motorische Lernen unter zwei Versuchsbedingungen: normales und verstärktes Fehlerfeedback. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass die kognitiv beeinträchtigten Personen von dem verstärkten Feedback profitieren würden. Die Ergebnisse zeigten unter normalen Bedingungen keine Unterschiede in der Anpassung zwischen den Gruppen. Die Bedingung mit verstärktem Feedback ergab eine Wechselwirkung mit den Nachwirkungen räumlicher Abweichungen entlang der Bewegungsbahnen, was darauf hindeutet, dass kognitiv beeinträchtigte ältere Menschen von einem verstärkten visuellen Fehlerfeedback profitieren könnten.
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