Ist die symbolische Gewalt - ein Konzept von Pierre Bourdieu - eine Antwort auf die Tatsache, dass in unserer Gesellschaft weiterhin Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern bestehen? Wenn ja, wie kann man dann auf eine tatsächliche Gleichstellung hoffen, wo doch diese Gewalt unsichtbar ist und Frauen an ihrer Reproduktion mitwirken? Um diese Fragestellung zu beantworten, gliedert sich diese Forschungsarbeit in zwei Hauptabschnitte. Im ersten geht es darum, Bourdieus Paradigma der männlichen Dominanz zu verstehen, dessen Grenzen aufzuzeigen und es mit den Konzepten von Geschlecht und Geschlechterstereotypen zu konfrontieren. Zudem soll die Entwicklung der abwertenden Sichtweise auf Frauen untersucht werden und wie es ihnen gelungen ist, diese sowie ihren eigenen Habitus zu überwinden, um Rechte einzufordern und unsere Demokratie weiterzuentwickeln. Im zweiten Teil werden die Ergebnisse zweier Umfragen vorgestellt. Auch wenn Bourdieus Paradigma, insbesondere der Habitus, noch weiter erforscht werden muss, ermöglicht es uns doch, die frauenspezifischen inneren Hindernisse besser zu verstehen, die einem Ausbruch aus der männlichen Dominanz im Wege stehen.
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