Dieses Buch untersucht die komplexen und oft übersehenen Wege, die junge Menschen in Irland in die Obdachlosigkeit führen. Basierend auf qualitativen Interviews mit Sozialbetreuern an der Front, politischen Praktikern und Fachkräften für psychische Gesundheit zeigt die Studie, dass Jugendobdachlosigkeit selten das Ergebnis eines einzelnen Ereignisses ist, sondern vielmehr aus dem Zusammenspiel von strukturellem Wohnungsmarktversagen, wirtschaftlicher Ausgrenzung, Trauma und Lücken in der Dienstleistungserbringung resultiert. Das Buch untersucht kritisch Irlands Abhängigkeit von marktgesteuerten Wohnraumlösungen, einschließlich privater Mietzuschüsse, und hinterfragt deren Wirksamkeit bei der Bereitstellung langfristiger Stabilität für gefährdete junge Menschen. Besonderes Augenmerk gilt dem Zugang zu psychischer Gesundheit, kultureller Kompetenz und neu entstehenden Wegen in die Obdachlosigkeit unter Migranten und LGBTQ+-Jugendlichen, einschließlich derer, die das System der "Direct Provision" verlassen. Durch die Integration von Praktikerperspektiven mit soziologischer und sozialpflegerischer Theorie beleuchtet diese Arbeit die ethische und berufliche Verantwortung von Sozialbetreuern in einem zunehmend unter Druck stehenden System. Das Buch schließt mit dem Vorschlag evidenzbasierter Reformen, einschließlich jugendgerechter "Housing First"-Ansätze und einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen den Behörden.
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