Weh dem, der lügt
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Beschrijving
Bol
Franz Grillparzers Weh dem, der lügt ist eine seltene Komödie im Werk des österreichischen Klassikers und verbindet mittelalterliche Stoffwelt mit moralphilosophischer Präzision. Im Zentrum steht der Küchenjunge Leon, der den gefangenen Atalus befreien soll und dabei dem Gebot folgt, niemals zu lügen. Die Handlung gewinnt ihren Witz aus der paradoxen Macht der Wahrheit: Sprache, List und Gewissen werden in klassisch gebauter Dramaturgie gegeneinander ausgespielt. Im Kontext des Biedermeier erscheint das Stück als heitere, doch scharfsinnige Untersuchung ethischer Selbstbehauptung. Grillparzer, 1791 in Wien geboren, war Jurist, Hofbeamter und einer der bedeutendsten Dramatiker des 19. Jahrhunderts. Seine Erfahrungen mit staatlicher Ordnung, Zensur, Pflichtgefühl und innerer Vereinsamung prägen auch dieses Werk. Nach großen Tragödien wie Sappho oder König Ottokars Glück und Ende erprobt er hier die Komödie als Form sittlicher Erkenntnis, ohne auf psychologische Genauigkeit zu verzichten. Dieses Stück empfiehlt sich Lesern, die in der Komödie mehr suchen als bloße Unterhaltung. Weh dem, der lügt zeigt, wie Wahrheit strategisch, komisch und zugleich ernsthaft wirken kann. Wer Grillparzers dramatische Kunst, seine Sprachökonomie und seine skeptische Humanität kennenlernen möchte, findet hier einen besonders klugen Zugang.
Franz Grillparzers Weh dem, der lügt ist eine seltene Komödie im Werk des österreichischen Klassikers und verbindet mittelalterliche Stoffwelt mit moralphilosophischer Präzision. Im Zentrum steht der Küchenjunge Leon, der den gefangenen Atalus befreien soll und dabei dem Gebot folgt, niemals zu lügen. Die Handlung gewinnt ihren Witz aus der paradoxen Macht der Wahrheit: Sprache, List und Gewissen werden in klassisch gebauter Dramaturgie gegeneinander ausgespielt. Im Kontext des Biedermeier erscheint das Stück als heitere, doch scharfsinnige Untersuchung ethischer Selbstbehauptung. Grillparzer, 1791 in Wien geboren, war Jurist, Hofbeamter und einer der bedeutendsten Dramatiker des 19. Jahrhunderts. Seine Erfahrungen mit staatlicher Ordnung, Zensur, Pflichtgefühl und innerer Vereinsamung prägen auch dieses Werk. Nach großen Tragödien wie Sappho oder König Ottokars Glück und Ende erprobt er hier die Komödie als Form sittlicher Erkenntnis, ohne auf psychologische Genauigkeit zu verzichten. Dieses Stück empfiehlt sich Lesern, die in der Komödie mehr suchen als bloße Unterhaltung. Weh dem, der lügt zeigt, wie Wahrheit strategisch, komisch und zugleich ernsthaft wirken kann. Wer Grillparzers dramatische Kunst, seine Sprachökonomie und seine skeptische Humanität kennenlernen möchte, findet hier einen besonders klugen Zugang.