West östlicher Divan
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Beschrijving
Bol
Der West-östliche Divan ist Goethes großer lyrischer Dialog zwischen Europa und dem Orient, entstanden aus der produktiven Begegnung mit der persischen Dichtung Hafis'. In zwölf Büchern entfaltet das Werk Liebes-, Wein-, Weisheits- und Gottesgedichte, die klassische Formstrenge mit spielerischer Maskierung verbinden. Sein Stil ist zugleich sentenziös, musikalisch und gelehrt; im Kontext der Weimarer Klassik und der beginnenden Weltliteratur überschreitet er nationale Grenzen und verwandelt philologische Aneignung in poetische Gegenseitigkeit. Johann Wolfgang Goethe, Dichter, Naturforscher und Staatsmann, schrieb den Divan in seinem späten Schaffen, als historische Erschütterungen nach den Napoleonischen Kriegen und seine Lektüre orientalischer Quellen neue Horizonte eröffneten. Die Übersetzungen Joseph von Hammers, die Begegnung mit Marianne von Willemer und Goethes lebenslange Suche nach einer versöhnenden Ordnung von Sinnlichkeit, Religion und Erkenntnis prägten dieses Werk entscheidend. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Lyrik nicht als bloße Stimmung, sondern als Denkform erfahren möchten. Der Divan verlangt Aufmerksamkeit für Anspielungen und kulturelle Vermittlungen, belohnt sie jedoch mit einer erstaunlich modernen Vision: Weltkultur entsteht nicht durch Gleichmacherei, sondern durch respektvolle Antwort, Übersetzung und schöpferische Verwandlung.
Der West-östliche Divan ist Goethes großer lyrischer Dialog zwischen Europa und dem Orient, entstanden aus der produktiven Begegnung mit der persischen Dichtung Hafis'. In zwölf Büchern entfaltet das Werk Liebes-, Wein-, Weisheits- und Gottesgedichte, die klassische Formstrenge mit spielerischer Maskierung verbinden. Sein Stil ist zugleich sentenziös, musikalisch und gelehrt; im Kontext der Weimarer Klassik und der beginnenden Weltliteratur überschreitet er nationale Grenzen und verwandelt philologische Aneignung in poetische Gegenseitigkeit. Johann Wolfgang Goethe, Dichter, Naturforscher und Staatsmann, schrieb den Divan in seinem späten Schaffen, als historische Erschütterungen nach den Napoleonischen Kriegen und seine Lektüre orientalischer Quellen neue Horizonte eröffneten. Die Übersetzungen Joseph von Hammers, die Begegnung mit Marianne von Willemer und Goethes lebenslange Suche nach einer versöhnenden Ordnung von Sinnlichkeit, Religion und Erkenntnis prägten dieses Werk entscheidend. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Lyrik nicht als bloße Stimmung, sondern als Denkform erfahren möchten. Der Divan verlangt Aufmerksamkeit für Anspielungen und kulturelle Vermittlungen, belohnt sie jedoch mit einer erstaunlich modernen Vision: Weltkultur entsteht nicht durch Gleichmacherei, sondern durch respektvolle Antwort, Übersetzung und schöpferische Verwandlung.