Der methodische Ansatz bestand darin, zunächst anhand der Daten zur Wasserqualitätsanalyse zu beurteilen, inwieweit das Abwasser der Kläranlage für die Bewässerung geeignet ist, und anschließend durch Umfragen und Interviews die Auswirkungen der Wiederverwendung zu ermitteln. Die Auswertung der Daten zur Abwasserqualität der Kläranlage (STEP) von Kossodo und der wichtigsten angeschlossenen Industriebetriebe ergab, dass das behandelte Abwasser (zu 60 % industriellen Ursprungs) für die landwirtschaftliche Nutzung im Hinblick auf die Einleitungs- und Wiederverwendungsnormen für die Bewässerung ungeeignet ist: pH>10; CSB/BSB5 > 8; SWO > 100; SAR > 10, was zu einem Verlust der Bodenversickerungsfähigkeit (Verhärtung) geführt hat. So ergaben Umfragen bei den Gemüsebauern vor Ort einen Rückgang der Erträge und damit der Bodenproduktivität in den letzten Jahren im Gegensatz zu Beginn der Tätigkeit. Denn 80 % der Befragten geben an, dass der Boden seit einigen Jahren weniger produktiv ist, da die Ernten schlecht ausfallen. 70 % der Erzeugerinnen machen die Wasserqualität dafür verantwortlich, die sich seit fast zwei Jahren erheblich verändert hat. Angesichts dieser Situation haben mehrere Gemüsebauern ihre Parzellen aufgegeben.
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