Wilhelm der Zweite: Die Biografie
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Beschrijving
Bol
Emil Ludwigs Wilhelm der Zweite ist keine bloße Herrscherchronik, sondern eine psychologisch geschärfte Studie über Macht, Pose und Verantwortlichkeit am Ende des deutschen Kaiserreichs. Ludwig verfolgt Wilhelm II. von der Prägung durch Hof, Militär und familiäre Spannungen bis zur politischen Selbstüberhebung und zum Zusammenbruch von 1918. Sein Stil verbindet erzählerische Verdichtung mit dokumentarischem Zugriff; im Kontext der Zwischenkriegszeit liest sich das Buch als kritische Antwort auf monarchische Legendenbildung und nationale Selbsttäuschung. Emil Ludwig, 1881 in Breslau geboren, gehörte zu den einflussreichsten deutschsprachigen Biographen des 20. Jahrhunderts. Als Journalist, Kosmopolit und scharfer Beobachter politischer Charaktere interessierte ihn weniger die amtliche Akte als der innere Antrieb historischer Akteure. Die Erfahrung von Krieg, Republik und deutschem Autoritarismus gab seiner Darstellung Wilhelms eine besondere Dringlichkeit: Sie fragt, wie persönliche Eitelkeit, dynastisches Denken und öffentliche Inszenierung Geschichte mitformen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Wilhelm II. nicht nur als historischen Namen, sondern als Symptom einer Epoche verstehen wollen. Ludwigs Biographie bietet keine neutrale Antiquität, sondern eine pointierte, kenntnisreiche und bis heute anregende Deutung kaiserlicher Macht im Zeitalter ihrer Krise.
Emil Ludwigs Wilhelm der Zweite ist keine bloße Herrscherchronik, sondern eine psychologisch geschärfte Studie über Macht, Pose und Verantwortlichkeit am Ende des deutschen Kaiserreichs. Ludwig verfolgt Wilhelm II. von der Prägung durch Hof, Militär und familiäre Spannungen bis zur politischen Selbstüberhebung und zum Zusammenbruch von 1918. Sein Stil verbindet erzählerische Verdichtung mit dokumentarischem Zugriff; im Kontext der Zwischenkriegszeit liest sich das Buch als kritische Antwort auf monarchische Legendenbildung und nationale Selbsttäuschung. Emil Ludwig, 1881 in Breslau geboren, gehörte zu den einflussreichsten deutschsprachigen Biographen des 20. Jahrhunderts. Als Journalist, Kosmopolit und scharfer Beobachter politischer Charaktere interessierte ihn weniger die amtliche Akte als der innere Antrieb historischer Akteure. Die Erfahrung von Krieg, Republik und deutschem Autoritarismus gab seiner Darstellung Wilhelms eine besondere Dringlichkeit: Sie fragt, wie persönliche Eitelkeit, dynastisches Denken und öffentliche Inszenierung Geschichte mitformen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Wilhelm II. nicht nur als historischen Namen, sondern als Symptom einer Epoche verstehen wollen. Ludwigs Biographie bietet keine neutrale Antiquität, sondern eine pointierte, kenntnisreiche und bis heute anregende Deutung kaiserlicher Macht im Zeitalter ihrer Krise.
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