Ziel dieser Arbeit ist es, die Geschichte Gambias im Kontext des Handels zwischen den muslimischen Bauern und Produzenten der neuen Exportkultur Erdnüsse einerseits und der animistischen Soninke-Aristokratie, die auf der alten Produktions- und Steuerordnung bestand, andererseits zu analysieren. Die muslimischen Erdnussproduzenten, die nach der Abschaffung des Sklavenhandels von dem neuen Weltwirtschaftssystem begünstigt wurden, widersetzten sich der alten Ordnung, indem sie sich auf die von der islamischen Religion gebotene Solidarität stützten und eine aggressive Militanz an den Tag legten, die zu sozialen Umwälzungen führte. Die Animisten wiederum setzten alle Formen ausgrenzender Politiken und Praktiken ein, wie z. B. Landentfremdung, Steuererhebung und politische Marginalisierung, um die Vorherrschaft in Politik und Wirtschaft zu behalten und die Muslime in ständiger Unterordnung zu halten.
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