Die friedliche Alm ist ihre Heimat. Doch Surija verlässt diesen Ort, um in einem anderen Land, Fuß zu fassen, daher hofft sie auf einen Neubeginn, der frei von allen Erwartungen ist. Das neue Land empfängt sie gastlich und viele Begegnungen lassen den Hauptcharakter dieses Kurzromans am Leben teilhaben.Später wird Surija von der Liebe wie ein Sturm getroffen, blind und vergänglich und auch geheimnisvoll. Als dieser Mann sie jedoch nach einiger Zeit aus Gründen, die er ihr darlegt, verlässt, bleiben für Surija doch einige Scherben zurück und sie sucht deswegen eine Zuflucht bei einer guten Bekannten auf deren etwas abgelegenen Landgut. Dort will sie bei einem Spaziergang unter widrigen Verhältnissen ein Bach verschlingen, aber sie kann glücklicherweise durch eigene Kraft gerettet werden. Sie kämpft sich frei und beginnt in einer neuen Stadt zu arbeiten, nur um festzustellen, dass Freiheit einsam macht, bis sie schließlich jemanden kennenlernt. Ein ankommender Brief aus ihrer Heimat zerreißt den trügerischen Frieden, den sie um sich eingerichtet hat, denn Surija muss nun doch entscheiden, was sie tun soll, und jede Wahl scheint für sie auch auf eine Art die falsche zu sein. Zwischen ihrem gefangenen Herzen und ihrer Herkunft, also zwischen ihrem neuen Leben und ihren alten Wurzeln zerreißt es sie eigentlich fast zum Ende des Buches und es bleibt im Grunde offen, was geschieht.Das Buch "Wo das Leben uns fand" stellt wohmöglich eine sich aufdrängende Frage: Wieviel darf die Vergangenheit verlangen?
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