Woodstock: Historischer Roman
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"Woodstock" (1826) führt in die unruhigen Jahre des englischen Commonwealth nach dem Bürgerkrieg. Im königlichen Jagdschloss Woodstock kreuzen sich die Loyalitäten von Royalisten, Parlamentariern und heimlichen Agenten; um Sir Henry Lee, seine Tochter Alice und den republikanischen Colonel Everard entfaltet Scott ein Geflecht aus Liebe, politischer List und scheinbar übernatürlichen Erscheinungen. Der Roman verbindet antiquarische Genauigkeit, dramatische Dialogführung und romantische Spannung mit der historischen Reflexion über Macht, Legitimität und nationale Versöhnung. Walter Scott, der schottische Begründer des modernen historischen Romans, schrieb aus einer lebenslangen Beschäftigung mit Recht, Überlieferung und politischem Wandel. Seine Tätigkeit als Jurist und Beamter, seine Sammlung alter Balladen und seine konservative, doch nuancierte Sicht auf revolutionäre Umbrüche prägten dieses Buch. Nach den Erschütterungen der napoleonischen Zeit und im Schatten eigener finanzieller Belastungen wandte er sich erneut einer Epoche zu, in der private Treue und öffentliche Ordnung schmerzhaft auseinandertraten. Empfohlen sei "Woodstock" Lesern, die historische Fiktion nicht nur als Kostümabenteuer, sondern als Analyse gesellschaftlicher Konflikte schätzen. Scotts Roman belohnt Geduld mit atmosphärischer Dichte, intellektueller Ironie und einem eindrucksvollen Bild politischer Unsicherheit.
"Woodstock" (1826) führt in die unruhigen Jahre des englischen Commonwealth nach dem Bürgerkrieg. Im königlichen Jagdschloss Woodstock kreuzen sich die Loyalitäten von Royalisten, Parlamentariern und heimlichen Agenten; um Sir Henry Lee, seine Tochter Alice und den republikanischen Colonel Everard entfaltet Scott ein Geflecht aus Liebe, politischer List und scheinbar übernatürlichen Erscheinungen. Der Roman verbindet antiquarische Genauigkeit, dramatische Dialogführung und romantische Spannung mit der historischen Reflexion über Macht, Legitimität und nationale Versöhnung. Walter Scott, der schottische Begründer des modernen historischen Romans, schrieb aus einer lebenslangen Beschäftigung mit Recht, Überlieferung und politischem Wandel. Seine Tätigkeit als Jurist und Beamter, seine Sammlung alter Balladen und seine konservative, doch nuancierte Sicht auf revolutionäre Umbrüche prägten dieses Buch. Nach den Erschütterungen der napoleonischen Zeit und im Schatten eigener finanzieller Belastungen wandte er sich erneut einer Epoche zu, in der private Treue und öffentliche Ordnung schmerzhaft auseinandertraten. Empfohlen sei "Woodstock" Lesern, die historische Fiktion nicht nur als Kostümabenteuer, sondern als Analyse gesellschaftlicher Konflikte schätzen. Scotts Roman belohnt Geduld mit atmosphärischer Dichte, intellektueller Ironie und einem eindrucksvollen Bild politischer Unsicherheit.
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