Die letzten Tage des Marschalls von Sachsen verdichtet das Ende Moritz' von Sachsen, des Siegers von Fontenoy und französischen Marschalls, zu einer historisch grundierten Studie über Ruhm, Verfall und Selbstbehauptung. Stegemann verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit archivalisch anmutender Präzision: höfische Räume, militärische Erinnerung und körperliche Hinfälligkeit werden zu Zeichen einer untergehenden Welt des Ancien Régime. Hermann Stegemann, Schweizer Schriftsteller, Publizist und Historiker, war besonders mit Machtpolitik, Kriegsgeschichte und den geistigen Dispositionen europäischer Eliten vertraut. Seine publizistische Erfahrung und sein Sinn für strategische Zusammenhänge erklären die Wahl eines Feldherrn, dessen Biographie zwischen sächsischer Herkunft, französischem Dienst und gesamteuropäischem Nachruhm vermittelt. Empfohlen sei das Buch Lesern, die historische Prosa nicht als bloße Nacherzählung, sondern als Erkenntnisform schätzen. Es bietet ein konzentriertes Porträt eines außergewöhnlichen Soldaten und zugleich eine Meditation über die Grenzen militärischer Größe. Wer sich für das 18. Jahrhundert, für Charakterstudien politischer Macht oder für die Kunst knapper, gelehrter Darstellung interessiert, findet hier eine anspruchsvolle, atmosphärisch dichte Lektüre.
AmazonPagina's: 92, Paperback, Sharp Ink
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