Seit nunmehr einem Jahrzehnt bewerben Unternehmer ihre hochentwickelten automatisierten Tools zur Bewertung von Schreibleistungen (AWATs). Seit ihrem Markteintritt haben diese intelligenten Programme unter Pädagogen zahlreiche Diskussionen ausgelöst. Die wissenschaftliche Literatur zu AWATs ist reich an Meinungen von Lehrkräften für kreatives Schreiben, Schreibtheoretikern und Unternehmern. Es fehlt jedoch der Beitrag einer sehr wichtigen Gruppe von Beteiligten - der Lernenden, deren Lernerfolge durch den Einsatz von AWATs beeinflusst werden. Im Allgemeinen zielte diese deskriptive Studie darauf ab, die Perspektive erwachsener Lernender in die Fachliteratur einzubringen. Konkret sollte ermittelt werden, inwieweit die Lernenden der Ansicht sind, dass das AWAT-Kriterium das Lernen fördert, und ob sich die Meinung der Lernenden je nach Muttersprachler- oder Nicht-Muttersprachler-Status unterscheidet. Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass erwachsene Lernende - unabhängig davon, ob sie Muttersprachler oder Nicht-Muttersprachler sind - der Ansicht sind, dass AWATs sie in den Lernprozess einbinden, sie dazu anregen, kritisch über ihr Schreiben nachzudenken, ihr Selbstständigkeitsgefühl stärken und ihre Verantwortung für ihre Lernerfolge fördern. Diese Bestätigung dürfte die Befürchtungen von Fachleuten im Bereich des Schreibens zerstreuen.
AmazonPagina's: 140, Paperback, Verlag Unser Wissen
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