Dieses Buch befasst sich mit der Analyse der "Beur-Literatur" als integraler Bestandteil der Diaspora-Literatur und als Ort kontroverser Auseinandersetzungen. Die Studie stützt sich vor allem auf zwei bedeutende Romane, nämlich Azouz Begags; Le gone du Chaâba und Faiza Guènes Kiffe kiffe demain; die sich jeweils mit der zweiten bzw. dritten Einwanderergeneration befassen. Das Hauptargument dieser Studie zeigt auf, wie diese Texte darauf abzielen, die französische Mehrheit auf die Existenz einer benachteiligten Gruppe aufmerksam zu machen. Aus einem Umfeld stammend, das ihnen Anerkennung verweigert, haben Beurs oder Kinder von Einwanderern der zweiten und dritten Generation seitdem versucht, die gegen sie gerichteten sozialen Ungerechtigkeiten durch das Medium des Schreibens zurückzuschlagen. Fortan ist das Schreiben zu einem Instrument geworden, um der französischen Tradition entgegenzuwirken - ein Begriff, der aus F.R. Leavis' These "The Great Tradition" übernommen wurde - und Autonomie zu erlangen.
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